Im inneren Garten

Ein junger Mann ging einen weiten Weg durch eine grosse Wüste, der Weg führte in Richtung eines sehr grossen Gebirges.
In der Mitte dieses Weges traf er auf der rechten Seite auf einen schönen Garten, der von einem alten Mann gepflegt wurde, der diesem alten Mann gehörte und ihn auch versorgte.

Dieser Garten war eingezäunt und in der Mitte befand sich eine kleine Hütte, die dem alten Mann Schutz bot und ein Brunnen.
Der alte Mann stand morgens früh auf und begann sein Tagewerk, dass im Moment darin bestand,
von dem nahe gelegenen Brunnen mit einem Eimer Wasser zu schöpfen und dieses Wasser zu den Pflanzen zu tragen,
die sich in seinem Garten befanden.

So gestaltete sich das Leben des alten Mannes in der Pflege seines von der Sonne beschienenen Gartens schon viele Jahre.

Da kam der junge Mann auf seinem Weg durch die Wüste an den Zaun dieses Gartens und schaute dem alten Mann zu.
Nicht lange, und er fragte, warum der alte Mann sich so abplagte.
Er machte ihm den Vorschlag, doch vom Brunnen aus Gräben zu den Pflanzen zu ziehen.
Und statt das Wasser Eimer für Eimer mühsam zu den Pflanzen zu tragen, könne er eine Pumpe benutzen,
und so den Garten viel leichter mit Wasser versorgen! Auf diese Weise könne sein Garten sogar wachsen!

Der alte Mann schaute den jungen Mann an und schwieg.
Dann sagte er: „Warum sollte ich das tun…“.

© 1984, 2020 Andreas Wendel