Die Schwarze Sonne – Der Plot

Langsam fliege ich auf die Schwarze Sonne zu.
Ihre lodernde Feuerwand, die das Schwarze der Sonne
durchscheinen lassende äussere Hülle,
ist die Angst in der Welt.
Ich nähere mich ihr, meine Augen sind stark geblendet,
ich durchstosse diese Flammenwand und nun dringe ich in das
undurchdringliche Dunkel ihres dahinter liegenden Kosmos ein.
Die blendende Flammenwand weiter hinter mir lassend,
dringe ich stetig immer tiefer in dieses Dunkel ein.

Ich lasse mich in diesem dunklen Kosmos nicht
darin beirren, daß es hier weitergeht, auch wenn ich
meine Hand vor meinen Augen nicht mehr sehe;

meine Augen gewöhnen sich an die Dunkelheit,
und da wird das Licht im nun
immer größer werdenden Universum
langsam sichtbar.
Die schier unglaubliche Größe
und Tiefe dieser Welt wächst jetzt
vor meinen Augen immer weiter…

Stille und Frieden breiten sich in meinem Gleiter aus.
Alle Systeme arbeiten normal, die Krise ist überstanden.
Ich bin allein, aber nicht einsam, eine unerschöpfliche,
reiche Quelle der Kraft begleitet mich.

Ich gebe mich dankbar auf den Weg meiner Reise.

© 2020 Andreas Wendel